Durch meine umfassenden Erfahrungen im Bereich der Demenz und die vielen Hinweise aus Forschung und Studien zu Ursachen und Risikofaktoren – insbesondere im Ländervergleich – zeigt sich für mich immer deutlicher, dass die Entstehung und der Verlauf einer dementiellen Erkrankungen auch durch unsere heutigen Lebensbedingungen stark beeinflusst wird.

 Die Doktorarbeit von Martin Loef 2013 konnte zum Beispiel den Zusammenhang von zahlreichen Lebensstilfaktoren mit einer Demenz aufzeigen.

Dies bedeutet für mich, dass sich zum Beispiel durch eine Veränderung dieser Lebensstilfaktoren die Entstehung und der Verlauf einer Demenz positiv beeinflussen lassen und dass somit der Prävention (Vorbeugung) eine große Bedeutung zukommt.

Aber auch der Verlauf einer dementiellen Erkrankung lässt sich durch einen demenzgerechten Umgang, Ausschaltung und Behandlung von Risikofaktoren und aktivierende Maßnahmen günstig beeinflussen.

MAKS - "motorische, alltagspraktische, kognitive und spirituelle Aktivierung"

In den vergangenen zehn Jahren haben mehrere Studien mit Demenzkranken gezeigt, dass nicht-medikamentöse Aktivierungs-Therapien Patienten mehrfach helfen. So hat der Erlanger Professor für medizinische Psychologie, Elmar Gräßel, mit der sogenannten MAKS-Therapie nachgewiesen, dass sich der massive Ausbruch der Krankheit um ein bis zwei Jahre verzögern lässt. MAKS steht für "motorische, alltagspraktische, kognitive und spirituelle Aktivierung".